Wiener Landesmeisterschaft im Tischtennis des WBSV
Stockerau, Sonntag, 21. November 2010

Unser Verein machte bei dieser LM erstmals mit 4 Spielern mit.
Neu hinzugekommen sind Günther Adelsberger und Jaroensin Hualraluk. Günter Reiterer und Josef Schiel waren schon bei der LM 2009 erstmals dabei und gewannen damals auf Anhieb Bronze im offenen Doppel! Im Gehörlosenklassen-Einzel gewann Reiterer Silber und Schiel Bronze.

Am Wettkampftag - der 21. November war ein Sonntag – kamen um 9 Uhr Huanraluk, Adelsberger und Schiel zu Reiterers Wohnung. Von dort aus fuhren sie gleich nach Stockerau, wobei Reiterer den Chauffeur spielte. Das Wetter war an diesem Tag gut, kümmerte uns aber nicht, da wir ja nicht im Freien spielen mussten. Jedoch hob der freundliche Sonnenschein etwas die Stimmung.

Fast verspäteten wir uns, als wir knapp vor Beginn in Stockerau eintrafen. Keine Schlange bei der Anmeldung, alle vor uns hatten das schon hinter sich und wärmten sich im Training auf.
Wir konnten uns nur kurz aufwärmen, denn viel Zeit dafür blieb uns leider nicht.

Vor Turnierbeginn gab es vom WBSV-Vorstand eine Eröffnungsansprache. Das erste Spiel begann ab 10:15 Uhr. In der Gehörlosenklasse wurde in 2 Gruppen gespielt – A+B. Die Gruppe A bestand aus: Domes, Mosur und Adelsberger, in der Gruppe B befanden sich: Reiterer, Schiel und Huanraluk.

Adelsberger spielte in der ersten Partie gegen Domes. Er begann sehr gut und machte zwischendurch Domes die Hölle heiß. Aber gegen diesen Profi ist auch für Adelsberger kein Kraut gewachsen, er verlor zwar 0:3, aber doch nur knapp in jedem Satz.

Der nächste Gegner Adelsbergers war Mosur vom WGSC. Dieser machte mit Günther noch weniger Federlesens als Domes und gewann blitzartig 3:0 (11:5, 11:8, 11:9)

In der Gruppe B lautete die erste Begegnung Reiterer gegen Schiel. In dieser behielt Reiterer die Oberhand, er gewann mit 3:0 (11:9, 11:9, 11:6)

Im zweiten Spiel hatte Reiterer Huanraluk zum Gegner. Für Günter war es ein gemütliches Spiel, er gewann locker 3:0 (11:3, 11:6, 11:5)

Nun Schiel gegen Huanraluk: Auch diese Partie war ein Spaziergang für Schiel, er setzte Huanraluk ebenfalls mit 3:0 (11:7, 11:1, 11:2) schachmatt. Anscheinend war Huanraluk schon zu müde.

Nun erstes Halbfinale mit Domes gegen Schiel. Unser Sepperl hatte noch genügend Reserven und wollte unbedingt gewinnen. Er schaffte aber gegen Hans nur einen einzigen Satz und musste schließlich nach 3:1 (11:4, 10:12, 11:3, 11:7) für Domes das Handtuch werfen.

Im zweiten Halbfinale mit Reiterer gegen Mosur kämpften beide wie die Löwen.
Günter gewann den 1. Satz und Mosur war stehend ko. Doch rappelte sich Mosur im 2. Satz auf und besorgte Reiterer die Retourkutsche, indem er diesen glatt gewann.
Um mehr Krampf als Kampf ging es im 3. Satz, den Reiterer wieder für sich verbuchen konnte.
Nun benötigte Günter noch einen Sieg, um das Halbfinale zu gewinnen. Mosur war aber nur „scheintot“, er verabreichte ihm nochmals eine „Watschn“ und es stand nach dem 4. Satz 2:2.
Im 5. und letzten Satz ging es um „Haus und Hof“. Fest die Zähne zusammen gebissen gingen beide in die Schlacht, woraus Günter schließlich als Sieger hervorging. Resümee: 3:2 für Reiterer (11:7, 3:11, 11:7, 8:11, 11:8). So ein spannendes Halbfinale erlebt man selten, es war wie beim Wrestling.

Um den 3. Platz kämpfte nun Mosur gegen Schiel. Den 1. Satz gewann Mosur knapp, aber dann gab Sepperl Vollgas und raste mit 280 Sachen ins Ziel – er gewann die nächsten 3 Sätze in Folge – Endstand 3:1 für Schiel (11:13, 11:9, 11:7, 11:6).
Mosur war am Ende gebrochen und ausgelaugt, trotzdem gratulierte er Sepperl zum 3. Platz.

Das anschließende Finale mit Domes gegen Reiterer war kein Spaziergang. Im 1. Satz blies Domes Günter einfach um, worauf dieser im 2. Satz aufdrehte und Domes knapp besiegte. Danach war aber bei Günter alle Puste draußen und jede Energie flöten gegangen. Die nächsten zwei Sätze schaffte Domes mühelos und gewann schließlich dieses Spiel mit 3:1 (11:4, 10:12, 11:3, 11:7). Domes ist nun wieder wie im Vorjahr Einzel-Champion!
In der offenen Klasse im Doppel kamen alle unsere Spieler bis ins Viertelfinale, schieden danach aber reihenweise aus.
Auch im Einzel in der offenen Klasse wiederholte sich dasselbe bis zum Viertelfinale, wo dann für alle unserer Teilnehmer Endstation war. Nichts als Pleiten, Pech & Pannen…

Bei der abschließenden Siegerehrung wurde Reiterer die Silbermedaille überreicht und Schiel durfte sich über Bronze freuen.
Adelsberger und Huanraluk gingen leer aus, sie erhielten zwar keine Medaillen, aber hatten doch den Trost, dass sie dabei sein durften und so manchem Gegner blass aussehen ließen.
Bleibt zu hoffen, dass sie jetzt vermehrt trainieren und nächstes Jahr bei der LM doch noch eine Medaille holen.

Ergebnisse (folgen...)
Bilder