6. Mozart-WP-Kegelturnier Salzburg am 8. Jänner 2011 - mit Video

Das erste Kegel-WP-Turnier des neu begonnenen "Arbeits- und Sportjahres" ging im gelobten Land der Salzburger über die Bühne.

Wieder stellten wir 3 Mannschaften für das traditionelle Kegel-WP-Turnier "Salzburg-Mozart" auf. Diesmal allerdings hatten wir unsere liebe Mühe, alle drei Mannschaften mit Spielern zu besetzen. Freundlicherweise sprang der deutsche Frank Schäfer, den wir uns vom GSV Karlsruhe ausliehen, für uns ein und wurde, da er stark spielt, in unserer A-Kampfmannschaft eingesetzt. Das sollte sich lohnen, wie man im weiteren Teil dieses Berichtes bald erfahren wird.

Samstag früh trafen wir uns in der neu umgebauten Halle des Wiener Westbahnhofes. Alle waren da, nur... unser Obmann Peter Stöckl fehlte. Er schlummerte dem neuen Tag friedlich entgegen, sein Wecker allerdings auch. Beide verschliefen somit die Abfahrtszeit und Peter wachte erst auf, als wir schon längst St. Pölten hinter uns hatten. Sein Wecker schlief immer noch, so ließ ihn Peter weiter schlafen, während er uns sein Mißgeschick per sms mitteilte. Er nahm dann den nächsten Zug, der anderthalb Stunden nach uns fuhr und traf später so gegen Mittag in Salzburg ein.
Mit uns waren auch drei "Schlachtenbummler" unterwegs: Jacks Frau Lucia, ihr Sohn ud auch Lucias hörender Bruder aus dem deutschen Ruhrgebiet, der um die Feiertage in Wien weilte. Alle drei wollten aber nicht beim Kegeln zuschauen, sondern der Mozartstadt einen Besuch abstatten und unter anderem auch durch die Getreidegasse bummeln.

Kurz vor 10 Uhr fuhr unser Railjet, der unterwegs eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 200 km/h erreichte, im Salzburger Hauptbahnhof ein. Dieser befindet sich derzeit genauso wie der Wiener Westbahnhof im Umbau. Am Bahnhofsvorplatz erwartete uns schon der stellvertretende Obmann des Salzburger Gehörlosenvereines, Jakob Stemeseder, der selbst ein begeisteter Kegler ist. Er war so nett und transferierte unsere große Gruppe mit einem Kleinbus zur ASV-Kegelbahn. Dass er zwei mal fahren musste, machte ihm nichts aus und wir bedankten uns herzlichst bei ihm dafür.

Um halb zwölf begannen dann die ersten von uns mit ihrem Spiel.
Ein Jahr zuvor gewann die Salzburger A-Kampfmannschaft den Wanderpokal drei Mal und dieser blieb damit auf Ewigkeit im goldenen Westen. Wir vom rauen Osten wollten da aber nicht länger zusehen, wie uns die Salzburger Mozartkugeln dauernd den WP vor der Nase wegschnappten. Mit Alois, Franz-Josef, Robert und dem starken deutschen Kegler Frank Schäfer, gelang es dieser Elitetruppe, den Herren Salzburgern den Kampf anzusagen und auch zu gewinnen!
Überragend dabei Alois Standhartinger und Franz-Josef Pamer, die jeweils mit 539 Kegel die Mannschaft an der Spitze halten konnten. Auch Robert Pucher und Frank Schäfer liessen nichts anbrennen und sorgten mit 527 bzw. 512 Kegel für den glücklichen Sieg in der "Höhle des Löwen". Mit 13 Kegel Vorsprung sicherten wir uns den neuen, vielleicht noch schöneren Wanderpokal aus dem Hause Salzburg.
Unsere B-Mannschaft ging diesmal preisgeldmäßig leer aus, sie wurde nur blechener Vierter. Glück hatte unsere C-Gruppe, dass sie die Salzburger B-Mannschaft mit nur einem Kegel (!) Vorsprung auf den letzten Platz verweisen konnte. Andernfalls hätten unsere Jungs in der Getreidegasse jeder einen "Hut" kaufen müssen, das Abzeichen für den Letzten.
Obwohl die Grazer mit Friedberger, Rampre-Fink und Stefan Kermautz 75% ihrer stärksten Kegler aufboten, erreichten sie doch nur den 3. Platz. Ein Glück nur, dass das stärkste Zugpferd der Grazer, Peperko, vermutlich auf den Osterinseln Urlaub macht, sonst wäre der Wanderpokal wohl doch noch zu den Grazern gewandert.

Abends ging es dann zur Siegerehrung ins GL-Zentrum in der Salzburger Schopperstraße. Dort war in der Zwischenzeit auch umgebaut worden. Die Außenfassade wurde erneuert und eine Art Sommerterrasse neben dem kleinen Festsaal geschaffen, sehr zum Segen für die Raucher, die damit keinen weiten Weg vom Festsaal hatten, ihrem Laster zu frönen. Im ganzen Lande herrscht seit kurzem ein strenges Rauchverbot, vor allem in Gaststätten.
Wir wurden von der Seele des Hauses, Frau Erika König, mit schmackhaften Speisen sehr gut bewirtet und begaben uns anschließend gestärkt zur Siegerehrung ins kleine Keglerstüberl im Kellergeschoß.
Salzburgs Kegelsektionsleiter Christian Unterasinger eröffnete dann gleich die Siegerehrung und überreichte unserer A-Mannschaft zum Schluß den neuen Wanderpokal samt Prämie für den ersten Platz. Bei uns war die Freude groß, wir begossen dann den Sieg danach gebührend in der hauseigenen Disco mit scharfen Sachen.

Als es dann ans Heimfahren ging, dachte keiner daran, alle wollten möglichst lange feiern. Zum Glück ging noch ein Zug etwas später ab, so blieben wir bis 21:30 Uhr und ließen so manche Fetzen in der Disco fliegen.

Schweren Herzens mussten wir uns dann aber auf den Weg machen, denn der nächste Zug fuhr erst um 2 Uhr früh (!)
Wir nahmen einen Bus zum Bahnhof, der nur 5 Minuten dorthin brauchte. Pünktlich traf dann der Railjet ein, der uns mit einiger Verspätung zwar, aber doch sicher nach Wien brachte. Der harte Kern unserer Jungs feierte unterwegs im Buffetwagen weiter, während der weichere Teil sich von den Anstrengungen des Tages bei einem seeligen Nickerchen erholte.

Fazit: Salzburg war diesmal im wahrsten Sinne des Wortes eine Reise wert und wird uns noch lange in Erinnerung bleiben...


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