Jubiläumskegelturnier 20 Jahre GSV Bautzen 1990 e.V. Unsere Teilnehmer: Der GSV Bautzen 1990 e.V. feiert heuer sein 20jähriges Bestandsjubiläum und lud aus diesem Anlaß viele Vereine zu Jubiläumsturnieren im Kegeln und Bowling ein. Da das Turnier und Jubiläumsfest am Samstag, den 31. Juli 2010, stattfinden sollte und wir für die Anreise mit der Bahn genügend Zeit brauchten, reisten wir bereits Donnerstagabends von Wien ab. Mit von der Partie waren auch zwei Schlachtenbummlerinnen: Claudia, die Partnerin von Franz-Josef Pamer und Hermine, Partnerin von Walter Vala. Freitag früh um 9 Uhr kamen wir dann in Bautzen an. Vom Bahnhof zum Hotel war es nur ein 10-minütiger Fußmarsch, der uns nichts ausmachte. Wir waren überrascht, wie wunderschön und nett unser Hotel aussah, als wir es erreichten. Nach unserem Spiel folgte die Besichtigung des Stasi-Gefängnisses Bautzen. Diese war sehr interessant und hinterließ bei allen einen bleibenden Eindruck. Leider gab es für die Führung keinen Dolmetsch, es gab aber genügend schriftliche Infos überall, um uns das Bild des Schreckens, dass das Gefängnis damals für Insassen und Bevölkerung darstellte, zu verdeutlichen.Trotzdem wäre uns ein Dolmetscher lieber gewesen, denn... deutsche Sprache, schwere Sprache. In der Gebärdensprache wäre uns vieles hinreichend erklärt worden. Danach zurück in de Gehörlosenclub Bautzen, wo die Jubiläumsfeier samt Siegerehrung stattfand. Rambo nahm den Pokal zu unserem 9. Platz entgegen. Obmann Stöckl hielt eine kurze Rede und gratulierte den Bautzenern zu ihrem 20-jährigen Jubiläum. Anschließend genossen wir das Festprogramm bis in die späte Nacht, bevor wir uns wieder ins Hotel begaben, um dem Sonntag entgegenzuschlummern und alles erlebte in Träumen zu verarbeiten. Manch einer von uns dürfte vielleicht mitten in der Nacht aufgeschreckt geworden sein, wenn er sich in wilden Träumen in einer Zelle des Gefängnisses wieder fand, gefoltert von den Stasis. Nach einem herzhaften Frühstück ging es dann am Sonntagvormittag geradewegs zum Bahnhof, wo wir um 9:50 Uhr den Zug in Richtung Heimat bestiegen. Die lange Fahrt vertrieben wir Männer uns wieder mit Skaten, während die Frauen alles Erlebte durchplauderten und sich danach beim Lesen entspannten. Die Reise nach Bautzen war sehr interessant, Kaiser Franz-Josef würde an dieser Stelle sagen: "Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut". Da er aber schon längst verblichen ist,übernahm ich diesen Ausspruch, bin ich doch ein (Vor)Namensvetter von ihm... Bericht: Franz-Josef Pamer in Zusammenarbeit mit Claudia Pütz |