9. Donau-WP-Kegelturnier Linz am 2. Oktober 2010 - mit Video

Beim nun zum 9. Mal stattfindenden Donau-Wanderpokal des LGKSV gab es ein Herzschlagfinale der besonderen Art. Das hätte aber nicht sein müssen, wenn von unserer A-Mannschaft einer wenigstens seinen wohlgeordneten Teil dazu beigetragen hätte. So ging es diesmal für uns nicht so aus, wie wir es uns vorgestelt hatten.
Doch ich will der Story nicht vorgreifen und alles der Reihe nach schildern.

Wieder nahmen wir mit 3 Mannschaften am Turnier teil. Allerdings mussten wir alle Spieler bis auf den letzten Mann "zusammenkratzen". Durch Spielerabgänge dezimierten sich unsere Kegler stark und Nachwuchs ist weit und breit nicht in Sicht.
Das Turnier begann gemütlich um 10 Uhr vormittags, also nicht zu früh. Zuerst geigten die Linzer auf, sie hatten ja keinen weiten Weg zum Turnierort im Linzer Stadteil Urfahr. Pünktlich um 11 Uhr kamen wir dann an die Reihe.

Für unsere A-Mannschaft wurden Josef Schiel, Robert Pucher, Alois Standhartinger und Manfred Weidner aufgestellt.
In der B-Mannschaft kamen Günther Adelsberger, Walter Breser, Erwin Salzer und Franz-Josef Pamer zum Zug.
Für die C-Mannschaft spielten Walter Vala, Jaroensin Huanraluk, Ramiz Delagic und Alexander Boskovitz.

Zuerst begann ich als erster Starter für unsere A-Mannschaft. Es galt, den Vorjahressieg zu wiederholen, denn wir hatten den Wanderpokal schon zwei Mal gewonnen und benötigten nur mehr einen Sieg, um ihn für immer in unserem Wiener "Museum" auszustellen. Das ist aber nicht die Albertina, denn die ist wasereinbruchgefährdet...
Im ersten Durchgang hatte ich in den Vollen nur magere 74 Kegel, im Abräumen brachte ich auch nichts zusammen, es wurden nur 100 Holz zum Schluß. Zwar steigerte ich mich in den nächsten Durchgängen etwas, konnte aber verlorenes Terrain nicht mehr aufholen und blieb bei 473 Holz stecken. Die Uni-Bahn ist heimtückisch. Man muss nicht studiert haben, um das raus zu bekommen. So mancher Spitzenkegler hatte später auch seine liebe Not, mit ihr fertig zu werden. Auch Pucher brach im 1. Durchgang ein, konnte in den Vollen nur 66 Kegel erreichen, holte aber im Abräumen mächtig auf. Seiner Routine verdankten wir es, dass er am Ende immerhin 520 Kegel beisteuern konnte. Josef Schiel spielte zwar nicht übermäßig stark, aber konstant und konnte schließlich 519 Kegel vorweisen. Uns dicht auf den Fersen waren die Salzburger, die mit nur einer Mannschaft antraten. Brandstätter konnte sich mit 502 Kegel gerade noch über Wasser halten, Hochradl dagegen brach bei 477 Holz ein und sorgte damit bei uns für Hoffnung. Diese schwand aber, als uns Einberger mit 536 Kegel einen Joker vorzeigte.
Nun lag alles bei unserem Super-Loisl, der dafür sorgen sollte, dass sich der Wanderpokal hübsch in Richtung Osten Österreichs bewegen sollte und nicht nach dem Westen und möge dieser noch so goldig sein. Der starke Salzburger Peter Ehrenreich (hörend) machte uns aber einen Strich durch die Rechnung. Lange lag er mit Loisl gleichauf, kurz vor dem Finish explodierte er - hatte er etwa Nitroglycerin geschluckt? - und zog uneinholbar davon. 17 Kegelchen winkten uns dann nach, Wanderpokal diesmal ade...

Wir wurden mit unserer A-Mannschaft daher Zweite, noch vor der Linzer A-Mannschaft. Den 4. Platz belegten unsere B-Hörnchen, nur 55 Holz vor dem 3. Platz entfernt. Auch unsere C-Gruppe steigerte sich und landete knapp dahinter auf dem 5. Rang.
Dass Schlußlicht bildeten die B- und C-Mannschaft der Linzer, wobei die C-Mannschaft, bestehend aus einigen Nachwuchsspielern, astronomische 627 Kegel hinter dem Sieger lag.

Tagesbester wurde schließlich Peter Ehrenreich mit 538 Kegel.

Als dann das Turnier zu Ende war, hatten wir alle einen knurrenden Magen. Loisl führte uns zu einem China-Restaurant im Zentrum, wo wir unsere Mägen ordentlich auftankten.
Rechtzeitig zur Siegerehrung erschienen wir nachher im Lokal des LGKSV, wo LGKSV-Obmann Andreas Prinz diese kurz darauf vornahm.
Ich überreichte als Mannschaftsführer in Vertretung unseres erkrankten Obmannes Peter Stöckl dann Josef Einberger den Wanderpokal und ließ mir das versprechen einer Revanche im nächsten Jahr geben.

Zum 10. Donau-WP-Turnier im Oktober 2011 sollen laut Obmann Prinz auch ausländischen Mannschaften teilnehmen. Es wird also ein internationales Turnier und spannende Zweikämpfe sind sicher garantiert.

Nach einem kurzen, aber gemütlichen Plausch brachen wir bald danach wieder auf ins heimatliche Wien.


Bericht: Manfred Weidner

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