Unsere Teilnehmer: Johann Stöckl, Walter Vala, Günter Reiterer, Alexander Boskovitz
Wir trafen uns mit WGSC-Mitgliedern, die auch am Badmintonturnier in Brixen teilnehmen wollten, am Freitag, 30. April um 8:30 Uhr beim Haus der Gehörlosen in der Waldgasse.
Nach kurzer Begrüßung ging es mit dem WGSC-Bus zum Ostbahnhof, wo wir drei Slowaken abholten, die auch nach Brixen wollten. Danach machten wir uns auf den weiten Weg nach Südtirol.
Einen Zwischenstopp legten wir bei der Europabrücke in Schönberg am Brenner ein, wo wir beim Mc Donalds einkehrten und uns mit Essen und Getränken labten.
In Brixen angekommen begaben wir uns gleich nach dem Fremdenzimmer-Gästehaus „Garni Platsch“ und bezogen die Zimmer, wo wir unsere Sachen ablegten.
Zufällig trafen wir dann auf den Badmintonleiter vom Gehörlosensportverein Bozen und plauderten mit ihm ein bisserl.
Später folgte ein kurzer Stadtbummel durch Brixen. In der Pizzeria „Tramatsche“ aßen wir mit einigen Gehörlosen zusammen zu Abend und unterhielten uns angeregt mit ihnen bis 23 Uhr. Danach ging es zurück zur Nachtruhe in unsere Zimmer.
Unser Mitglied Johann Stöckl reiste übrigens selbst mit seinem Auto an, denn er wohnt ja im gleichnamigen Ort in Österreich – Brixen im Thale (Tirol), der nicht allzu weit vom Südtiroler Brixen entfernt ist.
Am Turniertag, dem Samstag, spielten wir zunächst die Einzelbewerbe, die um 8:30 Uhr begannen. In der 1. Runde kam es zur Begegnung zwischen mir und Vala, die ich mit 2:0 für mich entscheiden konnte. Reiterer dagegen hatte Lospech und erwischte einen starken Slowaken, gegen den er leider verlor. Stöckl verlor auch, er spielte aber etwas leichtsinnig und dazu noch unkonzentriert. Ich dagegen kam bis ins Halbfinale, wo ich auf den starken Dänen Sondergaard traf und von ihm leider zu Kleinholz (0:2 verloren) vermöbelt wurde.
Das Spiel um den 3. Platz gewann ich allerdings gegen Mair glatt und griffig mit einem wunderschönen 2:0.
Vala erreichte mit dem 8. Platz sein bestes Ergebnis bei einem Turnier. Das freute ihn aber riesig. Reiterer kämpfte bis zum Umfallen um Platz 9, verlor aber gegen Elmar Dejaco in kriminalistisch-spannenden 3 Sätzen 23:25 und daher blieb ihm nur der 10. Platz. Johann Stöckl knapp dahinter auf dem 11. Rang.
Im drauffolgenden Doppelturnier spielte ich mit Stark (GSV Zürich), Reiterer mit Dani (Südtirol), Stöckl mit Zeilermeier (GBF München) und Vala mit WGSC-Obmann Schinnerer.
Vala/Schinnerer schieden leider schon in der Vorrunde aus. Im Halbfinale traf ich mit meinem Partner auf Zeilermeier/Stöckl. Der Fight war sehr brutal, wir konnten uns am Ende aber doch mit 21:19, 21:19 in 2 Sätzen durchsetzen. Das Finale war dann noch härter, erst nach 3 Sätzen siegten wir. Damit hab ich nun schon den 10. Titel im Internationalen Doppel.
Zeilermeier/Stöckl spielten dann gegen Reiterer/Pitschnadel um den 3. Platz, den sie nach hartem Kampf auch gewannen. Danach war Reiterer voll erschöpft.
Mit der Leistung unserer Vereinsmitglieder bin ich sehr zufrieden, sowohl im Einzel, als auch im Doppel.
Nach dem Turnier eilten alle zum Bozener Gehörlosenzentrum, wo die Siegerehrung stattfand.
Ich bekam als Doppelsieger eine Kiste mit Äpfeln und für meinen 3. Platz im Einzel gab es eine Sonnenbrille.
Als Rahmenprogramm gab es nach der Siegerehrung ein „Spiel ohne Grenzen“, organisiert vom Bozener Obmann Martin Larch und Tina Fuchs, die sehr unterhaltsam war und wir bei dem tollen Programm viel lachen mussten. Unter anderem gab es auch eine Männer-Holzstammwette, die sehr lustig war. Wir feierten noch bis 1 Uhr früh.
Am Sonntag wurde dann wieder die Heimreise angetreten, die uns nach mehrstündiger Fahrt um 17 Uhr in Wien eintreffen ließ.
Es war ein sehr schönes Wochenende, verbunden mit Sport, Spaß und guter Laune, an das wir uns noch lange erinnern werden.
Bericht: Alexander Boskovitz |